Freiwilliges Soziales Jahr, aber international (Gast: Tobias Marek)
Shownotes
Ein Jahr Peru, kaum Spanischkenntnisse und eine völlig neue Aufgabe: Tobias Marek hat ein Freiwilliges Internationales Jahr im Jungenheim und Bildungszentrum CIMA am Rand der Hauptstadt Lima absolviert. Dort leben rund 60 Jungen, die Erfahrungen mit Armut, Gewalt, Kriminalität oder Drogen hinter sich lassen und ihrem Leben eine neue Richtung geben wollen. Dabei war er oft mehr als nur ein Freiwilliger: Er wurde zum Ansprechpartner, zur Bezugsperson und manchmal sogar zu einer Art großem Bruder.
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00:00:02: Highway to Heaven, der Kirchenpodcast bei Radio Bob.
00:00:31: F-I-J.
00:00:33: Und das I steht hierbei für international und da kann man ganz spannende Sachen erleben.
00:00:38: Tobias Marek ist bei mir, und er war ein Jahr auf einem F-i-j in Peru – und darüber wollen wir jetzt reden!
00:00:47: Erst mal, Tobias, schön, dass du da bist?
00:00:49: Ja vielen Dank auch von meiner Seite, vielen Dank, dass ich da sein darf.
00:00:52: Ich habe gerade schon gesagt, F i j erklärt nochmal ganz kurz was das überhaupt is und vielleicht auch im Vergleich dann zum FS J.
00:00:59: Also ein FEJs ist, wie der Name schon sagt, ein internationales Jahr und kein soziales Jahr.
00:01:03: Am Ende auch ein soziales Ja aber hat halt einen Fokus dass es international ist.
00:01:08: Insgesamt wird das vom Bundesministerium für Entwicklungsarbeit glaube ich organisiert und es gibt einen FOR.
00:01:14: Dieser FOR ist der weltwärts FOR und damit werden seventy-fünf Prozent deines freiwilligen Dienstes finanziert.
00:01:20: Und über diesen Vorgibt es ganz, ganz viele verschiedene Organisationen, die eben dann ein FEJ anbieten.
00:01:26: Dieses FEJ kann in Afrika sein, das kann in Südamerika sein, es kann in Ozeanien sein oder auch in Asien.
00:01:31: Ich habe mich am Ende tatsächlich für die Sternsinger entschieden.
00:01:34: Die kennt man immer, die kommen einmal im Jahr an deine Haustür klopfen und fragen wir eine Spende um verschiedene Projekte auf der Welt zu unterstützen.
00:01:40: Genau in so einem Projekt war ich dann am Ende in Peru und hab ein Jahr dort dieses Projekt unterstützt!
00:01:45: Das ist schon mal eine perfekte Zusammenfassung für alles.
00:01:48: Lass uns aber mal wirklich am Anfang anfangen!
00:01:50: Also dein Abi ist jetzt demnach noch gar nicht so lange her, wie bist du denn überhaupt auf die Idee gekommen dass Du sowas wie ein soziales oder demnachen internationales Jahr machen könntest?
00:02:00: Das ist eine gute Frage, weil ich habe immer so ein FJ oder einen FJ immer relativ schnell abgetan als Zeitverschwendung.
00:02:07: Das braucht man eigentlich gar nicht.
00:02:08: Ich möchte direkt anfangen zu studieren und irgendwann saß ich halt vom Laptop, hab recherchiert okay was für den Studiengang passen am besten zu mir um würde ja fast schon erschlagen von dieser Auswahlmöglichkeit die man ja heutzutage eigentlich hat und hab immer so Ideen gehabt.
00:02:21: aber ich war nie glücklich damit.
00:02:23: meine Schwester hatte zur selben Zeit auch schon einen Fj gemacht und zwar Uganda.
00:02:27: dann habe ich einfach für mich gesagt hey Warum machst du das nicht eigentlich auch?
00:02:30: Und ich habe dann eigentlich keine Gegenargumente so schnell gefunden, weil eben seventy-fünf Prozent wie gesagt wird bezahlt und den Rest muss man selber tragen.
00:02:39: Das sind so gute Zahlen.
00:02:40: Dann ist man am Ende des Tages ja sogar blöd wenn man das nicht macht.
00:02:43: Deswegen hab' ich einfach gesagt hey!
00:02:45: Ich mach jetzt einfach einen FJ oder ein FJ in dem Fall und flieg in ein anderes Land und hab mich dann recht schnell bei den Sternsingern
00:02:53: beworben.".
00:02:53: Das ist da nämlich der nächste Punkt Wie passen denn diese Sternsinger jetzt in das Gesamtbild?
00:02:58: Also was machen die eigentlich im Kontext des Effijots?
00:03:02: Die Sternsänger am Ende des Tages sind dafür verantwortlich, dass mein Effijot erfolgreich ist.
00:03:07: Das heißt, sie organisieren meine Flüge.
00:03:09: Sie organisieren meinen Unterkunfts, dass ich eine Mentoren vor Ort habe und machen auch die Vorbereitungs-Seminare.
00:03:16: Die bereiten sich vor und auch jetzt mein Nachbereitungssiminar.
00:03:19: Und die sind am Ende auch meine Ansprechperson für alles Mögliche!
00:03:22: Das heisst wenn ich mal ein Problem in Peru hätte, hätt' ich einfach meine Mentorin in Deutschland anrufen können und sagen hey, ich hab Schwierigkeiten... ...die Sternsinger sind am ende einfach nur die organisatorischen Personen und die natürlich auch meinen FSJ unterstützen und
00:03:36: tragen.".
00:03:36: Es ist ja auf jeden Fall eine riesengroße Erleichterung, weil es ist auch für dich ein riesengroser Schritt gewesen.
00:03:43: Jetzt bist du nach Peru gekommen?
00:03:45: War das denn so auch die Idee dein Wunsch Südamerika?
00:03:49: Tatsächlich nicht!
00:03:51: Mein Wunsch war am Anfang in einem Englischsprachiges Land, weil ich hatte Latein und Englische in der Schule und eine andere Sprache habe ich gar nicht gesprochen.
00:03:58: Deswegen ist es für mich eigentlich gar keine Option erst gewesen nach Peru zu gehen Und ich hab' mich erst bei den Sternsinger auf einen Projekt in Malawi beworben.
00:04:06: Dann wurde ich auch zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen, was super toll lief.
00:04:10: Am Ende wurde ich angelegelt und gefragt, naja wir haben leider das Projekt Malawi nicht mehr zur Verfügung aber wir halten noch ein Projekt in Lateinamerika.
00:04:19: Wärst du bereit, Spanisch zu lernen?
00:04:21: Das heißt ich wurde dann auf einmal konfrontiert damit dass ich einerseits genommen wurde andererseits aber dann in ein komplett anderes Land eine komplett andere Kultur die ich mir eigentlich vorgestellt habe und hatte dann vierzehn Stunden Zeit darüber nachzudenken.
00:04:35: Ich habe mir gedacht, ich liebe Herausforderungen und das ist eine große Herausforderung.
00:04:38: Die nehme ich doch sehr gerne an!
00:04:40: Das heißt, ich bin danach beruhigeflogen mit wirklich den kleinsten spanisch Kenntnissen, in dem man sich nur vorstellen kann.
00:04:46: Natürlich habe ich versucht, Spanisch zu lernen noch in Deutschland.
00:04:49: Ich habe kurz an der Volkshochschule besucht und mir verschiedene Bücher gekauften Podcasts gehört auch spanish.
00:04:54: aber am Ende ist es dass da kann man keine Sprache im halben Jahr lernen.
00:04:58: Das muss ich relativ schnell feststellen.
00:05:00: Aber jetzt nach einem jahr kann ich sagen, Dann
00:05:03: bist du nach Peru gekommen.
00:05:05: Das war ja wahrscheinlich erst mal, man sagt es ja immer so schön, ein Kulturschock!
00:05:10: Wie ist das denn für dich gewesen?
00:05:12: Was waren so deine ersten Eindrücke?
00:05:15: und dann natürlich auch vor Ort von dem Umfeld in das du da reingekommen bist?
00:05:20: Man sagt immer kulturschock ich... Ich finde das Wort trifft es ganz gut, wobei ich es abändern würde zu Kultur-Faszination.
00:05:27: Das war so ein bisschen man sagt zu Chao, seinem Vater, seiner Mutter und seiner Schwester und steigt dann in dieses Flugzeug ein.
00:05:33: Dann ist man auf einmal die einsamste Person der Welt gefühlt.
00:05:36: Man sitzt alleine im Flugzeug und so langsam fängt das Hirn an zu rattern, die Gedanken kreisen ... Verdammt, auf was hat man sich da eigentlich eingelassen?
00:05:45: Du fliegst jetzt in ein Land, war eine Sprache gesprochen wird und du gar nicht kennst.
00:05:48: Und musst ja dich irgendwie zurechtfinden!
00:05:50: Auf gut Deutsch.
00:05:51: mal fliegt der an den Arsch der Welt.
00:05:52: Dann bin ich aus diesem Flughafen rausgegangen... ...und Taxi hat auf mich gewartet.
00:05:56: So, er hatte natürlich auch spanisch mit mir geredet.
00:05:58: Ich habe ihn angeschaut und er hat sofort gewerkt, dass ich gar nichts verstanden hab.
00:06:01: Er hat dann einen Übersetzer rausgeholt und gesagt, hey, ich habe heute gekündigt, du bist meine letzte
00:06:05: Aufgabe.".
00:06:06: So, und das war mein erster Eindruck.
00:06:07: Da war ich auch sauber okay?
00:06:09: Jetzt werde ich von mir im Abgeholt dessen letzte Aufgabe ich wohl für meine Einsatzstelle bin.
00:06:15: Wir sind eingestiegen und losgefahren.
00:06:16: Obwohl ich wirklich jetlag hatte Und obwohl es vor meiner inneren Huhe eigentlich gerade vier morgens ist und es dort glaube ich grad achtzehn neunzehn Uhr abends war habe Ich nur aus dem Fenster geschaut und dass bestaunt was sich dazu sehen bekam.
00:06:29: Das ist wirklich...ich glaub' Es gibt keine wirklich guten Worte dafür!
00:06:33: Ich hab einfach rausgeschaut.
00:06:34: Und das sind diese Häuser, die man eigentlich immer nur aus Dokumentationen kennt.
00:06:38: Diese Faschenslamms wie man sie immer nennt und da spielen Kinder auf der Straße.
00:06:44: Da gibt es dann auch einmal einen Jahrmarkt.
00:06:46: Es sind komplett andere Autos, wie man sich eigentlich aus Europa kennt.
00:06:49: Und allein dieser Verkehr Die Piruaner sagen selbst sehr schlimmste Verkehr in der Welt ist Indien.
00:06:53: und danach kommen wir.
00:06:55: Man braucht unfassbar lange.
00:06:56: Ich glaube an einem normalen Tag braucht man von Flughafen zu meiner Einsatzstelle zwei Stunden.
00:07:01: An diesem Tag haben wir vier Stunden gebraucht, weil es war bunte Ohre.
00:07:04: Das heißt Berufsverkehr und dann fährt man auch durch die verschiedenen Stadtteile.
00:07:09: Und das ist etwas was ich sofort gemerkt habe.
00:07:11: Peru ist ein Land oder Lima an sich selbst?
00:07:14: Ist eine Stadt der Unterschiede.
00:07:16: D.h.,
00:07:16: du hast einmal einen Stadtteil, der wirklich verarmt ist fast schon wo die Häuser nicht höher als zwei Stockwerke sind noch nicht mal verputzt sind keine Fenster eingebaut sind.
00:07:25: Dann fährst du weiter und auf einmal ist ein künstlich angelegter See mitten in der Wüste.
00:07:30: Sind Palmen, sind Häuser die man eigentlich nur so aus Hollywood filmen kennt wirklich das reiste Stadtteil Perus.
00:07:37: und dann kommst du wieder versuch zehn Minuten weiter bis wieder einen so einem Stadtteil wie ich es vorhin beschrieben habe.
00:07:43: Und irgendwann sind wir auch an den Brunk angekommen wo wir so eine kleine Schlucht runtergefahren sind.
00:07:48: und da war ich so okay.
00:07:50: jetzt gehen wir aber was für ein Stadtteil kommt denn jetzt?
00:07:53: Und dann sind wir.
00:07:54: die letzten hundert Meter waren bei auch nur noch eine Piste die nicht mehr getaert war.
00:08:00: Das heißt, das Auto hat dann gewackelt und auf einmal komme ich dann um zwanzig-zweiundzwanzig Uhr abends in meinem Projekt an.
00:08:07: Sieh diese Schule wie sie nachts leuchtet.
00:08:09: Mein Kopf natürlich die ganze Zeit auf spanisch ratternd, okay?
00:08:12: Die Vokabeln wiederholt, die ich gelernt habe.
00:08:15: steige aus diesem Auto aus und auf ein mal werde ich mit den deutschen Worten begrüßt na, hast ja ganz schön lange gebraucht!
00:08:21: Und dann hat sich rausgestellt, dass da gerade noch ein deutscher Freiwilliger war.
00:08:24: Die für zwei Wochen die Einsatzstelle besucht hat.
00:08:26: Der hat mich, wer tatsächlich die nächsten zwei Wochen damit beschäftigt, mich einzuführen!
00:08:30: Die Einsatzstell war dann eine Schule... Dann erklär doch mal kurz was überhaupt vor Ort deine Aufgabe war?
00:08:37: Du hast ja eher unterstützt.
00:08:39: es ist jetzt nicht so das die Schule ohne dich aufgeschmissen wäre sondern du hast das ganze natürlich dann nochmal unterstützt.
00:08:45: Was waren denn deine
00:08:46: Aufgaben?!
00:08:47: Die Aufgaben haben sich über mein ganzes Jahr auch immer relativ unterschieden.
00:08:51: Am Anfang zum Beispiel, wo mein Spanisch natürlich nicht so gut war, war ich dann eher eine Aufsichtsperson.
00:08:56: Das heißt, ich war mit den Kindern in der Freizeitrellefte, fiegelt an und wir sind zusammen am Samstag in die Kirche gegangen.
00:09:03: Abends haben wir zusammen Fußball gespielt, haben zusammen gegessen – haben zusammen Mittag gegessen!
00:09:07: Und wo auch immer gerne Hilfe benötigt wurde, war in der Küche.
00:09:11: Ich war dann auch öfters mal am Morgen damit beschäftig... Gurken zu schnippeln, Tomaten zu schneiden, Kartoffeln zu schälen.
00:09:17: In der Schule SEMA gibt es einen sehr großen Bauernhof wo dann die Kinder lernen okay wie geht man mit Tieren um?
00:09:23: Wie funktioniert Landwirtschaft, Anbau etc.
00:09:27: Und es gab auch ein Amerikaner der dort gearbeitet hat, auch ein Freiwilliger und er hat die Schreinerei betrieben und bei dem habe ich immer ausgeholfen.
00:09:35: da war es an meiner Aufgabe einerseits zu schauen dass die Kinder keine Finger verlieren oder auch dass ich neue Sachen entwickelt habe, die die Kinder relativ einfach in der Schreinerei herstellen können.
00:09:45: Damit sie nicht immer das Gleiche machen also immer ein Tische und Schneidebrett eine kleine Box sondern auch mal kreativ werden.
00:09:51: Das heißt wir haben da einen Schachfiguren hergestellt so relativ abstrakt und klein und haben uns neue Sachen ausgedacht.
00:09:57: Das sind ja schonmal sehr spannende Sachen, die du da machen durftest.
00:10:02: Das geht aber wahrscheinlich noch ein bisschen mehr als nur Aufsicht und nur Schreinerei, nur mal Kochen hinaus.
00:10:08: Man ist ja schon auch für die Kinder nochmal ganz anders da!
00:10:11: Wie hast du das, Ellie?
00:10:12: Richtig, man ist vor allem für die Kinder eine Ansprechperson oder eine Ansprechperson, die sehr wichtig ist.
00:10:18: Ich bin kein Tutor das heißt ich sanktioniere die Kinder nicht wenn sie sich nicht benehmen?
00:10:23: Ich bin auch kein richtiger Lehrer das heißt, ich gebe ihnen auch keine Noten sondern ich bin ein guter Freund vielleicht sogar ein großer Bruder für die Kleinen.
00:10:31: dass heißt ich bin immer einer Ansprech-Person wenn etwas falsch läuft.
00:10:34: Wenn etwas nicht so läuft, wie sie gerade möchten und dann kommen die Kinder meistens zu mir und vor allem wenn die Kinder neu sind.
00:10:40: In den Kindern neu sind ist es ja ein Internat wo ich am Ende des Tages war und in die Kinder ihre Familie vermissen Dann denken Sie immer ach ich vermisse meine Familie und der deutsche Freiwillige muss doch sicherlich auch seine Familie vermessen Und dann versuchen sie dort immer ein Gespräch anzufangen und so entstehen auch wunderbare Gespräche auch über Gott und die Welt.
00:10:59: Deswegen ich war für die Kinder am ende Ein sehr, sehr guter Freund, wenn ich gar sogar ein großer Bruder.
00:11:05: Das klingt einfach sehr schön und nach einer vor allem auch sehr wichtigen Arbeit die du da abgeleistet hast.
00:11:12: Jetzt warst du ein Jahr in Peru, ein Jahr inner anderen Welt bist auch gerade erst wieder hier nach Deutschland zurückgekommen.
00:11:19: trotzdem kannst du das ja mal so ein bisschen mit dem Fazit versehen Revue passieren lassen.
00:11:26: würdest du es anderen empfehlen?
00:11:28: Ob ich es anderen Empfehlen würde kann man ganz kurz machen Ja Das Jahr würde ich genauso wieder machen und auch genauso wieder mit den wenig spanisch Kenntnissen.
00:11:37: Da muss man sich echt keine Gedanken machen, das läuft dann wirklich ohne Probleme vor allem weil ich in einer Einzelstelle war.
00:11:43: da gab es schon vorher Freiwillige die ohne Spanische gekommen sind.
00:11:46: D.h.,
00:11:47: die Menschen wussten wie geht man jetzt mit Menschen um?
00:11:49: Die jetzt nicht so wirklich kommunizieren können und dann mit Händen und Füßen reden.
00:11:53: Und Ich würde auf jeden Fall sagen dass ja Man hat einerseits Zeit um über sich selbst nachzudenken Irgendwas ein eigenes Leben.
00:12:01: Und ich finde vor allem sehr spannend, wenn man in einem anderen Land ist wirkt das Leben in Deutschland sehr weit weg.
00:12:06: Also wirklich sehr weit Weg und dann hat man nochmal eine ganz ganz andere Perspektive die man einnehmen kann um über verschiedene Sachen nachzudenken und auch Perspektiven einzunehmen und man versteht andere Sachen vielleicht sogar besser.
00:12:19: Lass uns doch mal ganz kurz noch über das Projekt sprechen!
00:12:23: Allgemein.
00:12:23: du hast schon gesagt was du vor Ort getan hast aber was is denn dieses Schulprojekt da unten eigentlich?
00:12:29: Genau, dieses Schulprojekt heißt SEMA.
00:12:31: SEMA ist eine Abkürzung für Centro de Integracion des Minores in Aberdono was kurz bedeutet für Zentrum ausgeschlossener Minderjährige also Straßenkindern.
00:12:43: kurz gesagt das Projekt wurde in den neunziger Jahren von einem Kanadier gegründet der sich im Zentrum von Lima aufgehauen hat, Straßenkindern zu helfen.
00:12:54: Er ist durch die Straße gegangen und hat Essen verteilt oder Unterricht gegeben und gesagt, wenn er einen Kopf braucht, habe ich eine Wohnung gemietet, wo er dann die Kinder betreut hat und auch unterrichtet hat.
00:13:05: Später wurde das Projekt immer größer.
00:13:08: Weil er ja im Lima-Zentrum war, gab es Menschen in der Nähe ... die darauf aufmerksam wurden.
00:13:12: Zum Beispiel auch eine kanadische Stewardess, die dann mal ein Layover hatte in Lima hat ihn getroffen und ist seitdem her eine ganz große Unterstützung auch finanziell.
00:13:22: Dieses Projekt wurde immer größer.
00:13:24: Irgendwann hat auch jemand in Zendigier, wurde davon aufmerksam und fand das Projekt so toll dass er sogar ein Stück Land geschenkt hat.
00:13:31: Das heißt SEMA wo es heute ist, ist auf Geschenk dem Land gegründet worden und besteht seitdem dort.
00:13:38: Auch die Gebäude die dort gebaut wurden war an Kredit der mal vergeben wurde und bis heute sogar zurückgezahlt wurde mit sehr günstigen Konditionen.
00:13:45: weil das alles Freunde von diesem Projekt waren die gesagt haben hey wir finden das so gut wir wollen das unterstützen.
00:13:51: D.h.,
00:13:51: dieses Projekt hat jetzt dieses Jahr, die ist ja seit dem Jahr, thirty-six Jahre bestehen gefeiert?
00:13:55: Was ist das Projekt genau?
00:13:56: Wie gesagt am Anfang war der Fokus wirklich auf reine Straßenkinder Kinder, die wirklich auf der Straße gelebt haben und nichts anderes gehabt haben.
00:14:03: Die gibt es per se heute zum Glück nicht mehr im Lima.
00:14:05: durch ganz viele verschiedene soziale Organisationen Gibt es so gut wie keine Strassenkinder mehr in Lima.
00:14:10: d.h.
00:14:11: Der Fokus hat sich verschoben auf Kinder mit allgemeinem Problem.
00:14:15: Allgemeine Probleme bedeutet Probleme mit der Familie, Problemen mit Drogenkonsum, Probleme mit anerwertigen Sachen und häuslicher Gewalt etc.
00:14:25: Und deswegen die Kinder sind sehr unterschiedlich.
00:14:28: Wir haben viele, viele Kinder, die dort sind wegen Drogen-Konsum.
00:14:32: Ich glaube das heftigste war ein zwölfjähriger, der schon alles genommen hat was man sich vorstellen kann und auch schon alles verkauft hat Und auch gleichzeitig Computersucht ist ein ganz großes Problem.
00:14:42: Das heißt, die Kinder spielen dann den ganzen Tag Computer und wollen sich Sachen online kaufen und bestellen ihre Eltern.
00:14:48: Die Eltern wissen natürlich nicht was sie mit den Kindern machen sollen und schicken die zu uns.
00:14:52: Genauso gibt es auch oder gab es mal ein ganz grosses Problem mit Klebstoff.
00:14:57: Vielleicht haben wir mal vom ein oder anderen gehört dass man gerne an so Klebstoff riecht.
00:15:01: Und das Problem ist, wenn man das zu häufig macht, schädigt dass die Hirnaktivität bzw.
00:15:06: das Hirn schrumpft und deswegen nimmt man einen größeren Schaden davon als würde man täglich Koks konsumieren.
00:15:12: Das unterschätzen viele!
00:15:14: Das heißt wir haben dann auch Kinder bei uns wie wirklich beeinträchtig sind weil sie regelmäßig an so Klippstoff geschnifelt haben.
00:15:22: Weil es war ein Problem was mir vorher gar nicht bewusst war.
00:15:25: was aber sieht man auch angeht also... Zieh mal, dass am Ende eine Auffangstation für alle Kinder die Probleme jegliche Art haben.
00:15:32: Was für dich hoffentlich ein bisschen geblieben ist?
00:15:34: Nicht nur Arbeit sondern du konntest auch das Land ein bisschen kennenlernen.
00:15:38: also es war jetzt nicht so, dass Du wirklich den ganzen Tag erarbeitet hast.
00:15:42: Du hast auch ein bisschen Freizeit gehabt.
00:15:43: Ja auf jeden Fall!
00:15:44: Also ich habe pro Monat zwei Urlaubs Tage gehabt.
00:15:47: Das heißt am ende wenn ich zwölf Monate da war mit vielen solche Urlaubstagen Kommen wir in das Land doch ordentlich bereisen und vor allem auch langes Wochenende.
00:15:55: Das Gute am Peru, es gibt zwar keine Züge aber es gibt dann doch Nachtbusse wo man immer von acht Stunden durch die Macht in ein anderes Dorf fahren kann und das habe ich auch öfters mal gemacht.
00:16:07: Und vor allem Peru ist ein absolut vielfältiges Land angefangen mit der Geschichte die ja unfassbar spannend ist allein die Inker-Geschichte und es ist unfassbarspannend!
00:16:17: Ich bin eh selbst sehr geschichtsinteressiert und als ich dann auch in Cusco war selbst das heilige Teil des Valle sangre hat so viele historische Gebäude von den Inkas, allein auch die Sprache Ketschwa.
00:16:29: Ketshwa ist die indigene Sprache, die immer noch dort auf dem Dorf gesprochen wird.
00:16:34: das zu hören ist etwas sehr, sehr faszinierendes und gleichzeitig auch die verschiedenen Bereiche von Peru.
00:16:40: Peru hat was die Flora und Fauna angeht wirklich fast.
00:16:44: Also du hast die Küste, wo man surfen kann.
00:16:48: Die aber auch gleichzeitig eine Wüse ist.
00:16:49: also ich habe ein Jahr in der Wüße gelebt und gleichzeitig haste dann auch die Anden mit ihren sechstausendern, die Sierra Und dann hast du auch den Dschungel Mit auch der größten Stadt der Welt, die man nicht mit der Straße erreichen kann.
00:17:02: das ist Iquitos mehr als hunderttausend Einwohner und die einzige Art und Weise wie man dahin gelangt ist per Boot oder per Flugzeug Sonst kann man da gar nicht hin kommen.
00:17:11: und dass sind auch so große Unterschiede am Ende des Tages auch, weil ich war auch im Dschungel das was da kriegt und was in der Luft fliegt.
00:17:20: Das ist wirklich ganz viele Tiere!
00:17:22: Und dann bist du auch in das Jahr wo es dann auf einmal schneit im Sommer und dann bist aber wieder in Lima wo es den ganzen Tag trotz trocken ist und du dir einfach nur denkst okay habe ich genug Sonnencreme dabei?
00:17:35: Deswegen Peru ist vor allem was Tourismus anbelangt ein wirkliches Topziel, was auch glaube ich immer wieder mal ausgezeichnet wird von verschiedenen Journals.
00:17:46: Und was man auch nicht vergessen darf die Peruanische Küche also die peruanische Küche sagt man immer das ist die beste Küche der Welt und ich würde das hier im Unterschreiben.
00:17:54: Ich bin eine Person die nicht so besonders viel Wert auf Essen liegt.
00:17:57: solange meine Magen stumm ist bin ich glücklich.
00:17:59: aber dass essen dort in Peru da habe ich mich verlebt sei sie Vici sei es Lomo Soldat sei es Anticuccio Das sind wirklich Gerichte, die werde ich mein Leben lang nicht vergessen und mein Leben lange nachkochen.
00:18:10: Das hast du dann wahrscheinlich auch so ein bisschen gelernt wenn du in der Küche immer mal geholfen hast!
00:18:15: Und das ist nur eins von wirklich ganz vielen tollen Projekten, die es international gibt.
00:18:21: also wir haben schon gehört von Tobias eine ganz klare Empfehlung dazu einen FIJ zu machen International schöne Projekte oder Einsatzstellen sowas du es genannt zu unterstützen.
00:18:34: Falls ihr da Interesse habt, könnt ihr euch natürlich einfach online mal informieren und erzähl's auch ruhig weiter.
00:18:39: Vielleicht struggling gerade noch ein paar andere die kurz hinter dem Abi stehen oder vorm Abi stehen und nicht genau wissen wo sie hinwollen.
00:18:47: Für den Jahrgang im Jahrzehntausende sind jetzt sogar auch die Bewerbungsportale offen bei den Sternsegnern.
00:18:54: Da kann man sehr gerne mal vorbeischauen und schauen ob der was für einen dabei ist.
00:18:58: Perfekt das Schlusswort Tobias!
00:19:00: Vielen lieben Dank Und dann wünsche ich dir jetzt nach Peru Einfach noch ganz viel Erfolg weiterhin.
00:19:06: Vielen
00:19:13: Dank!
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